Standspass in Na Thrang und Mui Ne

Am naechsten Morgen wurden wir bereits um halb acht in der Frueh von dem Tauchunternehmen abgeholt. Wir wurden an einen kleinen Hafen gebracht, von wo es dann mit dem Boot in Richtung der Tauchspots ging. Das Wetter spielte mit und wir hatten zwei tolle Tauchgaenge in einer Tiefe von 17 Metern. Auf dem Schiff gab es dann noch ein leckeres Mittagessen, bevor wir gegen halb zwei wieder an Land ansetzten.


Wir lagen fuer unser beschlossenes Treffen mit Christoph perfekt in der Zeit und kamen um zwei Uhr im Sailing Club an. Christoph musste noch kurz Kleinigkeiten erledigen und wir genossen das Wetter und das Ambiente bei einem Eiscafe. Anschliessend fuhren wir mit Rollern an einen abgelegenen super schoenen Strand, nachdem Christoph uns zuvor noch das Mia Resort, ein Hotel, welchem der Sailing Club angehoert. Am Strand spielten wir Volleyball, tranken gemuetlich ein Tiger Bier und genossen ein Abendessen sondergleichen. Wir grillten auf unserem Tischgrill Schrimps und Tintenfisch. Es war sooo lecker, dass wir allein einen ganzen Kilo Schrimps verdrueckten. Christoph kennt die Besitzer der Strandbaar, ein franzoesisches Paerchen, welches sich ihren Traum einer Strandbar zur Wirklichkeit gemacht hat. Wir buchten fuer uns drei eine Jetskitour und Christoph begann als erster der drei Risikosuchenden die schnelle Fahrt auf dem Wasser.


Alle hatten bei ihrer Fahrt Spass ohne Ende. Wer meint, dass alles ohne Unfall ausgegangen ist, der irrt. Unser Mitreisender, motorsportbegeisteter  Heinz-Marvin, maulte sich in exklusiver Naehe zum Strand, so dass alle was von seinem Sturz hatten. Gott sei Dank ist nicht wirklich viel passiert, sodass der Tag wirklich perfekt war. Wir fuhren gegen 19 Uhr durch die Serpentinen zurueck in die Stadt. Der eine genoss hier die Rollertour etwas mehr, als der andere. Weahrend sich Hans als Sozius auf dem Sitz von Christoph beweisen durfte, paetzte Ralf alleine im Affenzahn den Berg hinunter. Den Abend liessen wir erneut im Sailing Club und auf ein Absackerbier in der “Why not Bar” ausklingen.


Am naechsten Tag wollten wir eigentlich noch in Na Thrang bleiben. Doch da die Wetteraussichten etwas schlechter wurden, entschieden wir uns weiter in Richtung Mui Ne zu fahren, um hier ein paar schoene Strandtage zu geniessen.
 
Die Weiterfahrt unternahmen wir mit dem Zug. Wir konnten zwar nicht direkt bis Mui Ne fahren, da es dort keinen Bahnhof gibt, aber die Zugfahrten an sich sind ja schon ein Erlebnis. Und das meinen wir wirklich so. Die Leute essen, schmeissen die Reste auf den Boden. Im letzten Zugabteil befand sich ein Restaurant, welches einen von seiner Einrichtung eher an ein Restaurant von 1960 erinnerte. Holzeinrichtungen ohne grossen Schnick-Schnack und Eine direkt sich anschliessende Kueche, in der ein ganzes Huhn vor den Augen der Mitreisenden mal eben mit einem Hackebeil portioniert wird. Darueber hinaus befinden sich im Restaurant eigentlich ausschliesslich Vietnamesen, die Bier in rauen Mengen konsumieren und sich durchgehend in einer unertraeglichen Lautstaerke anschreien.
 
Wir kamen gegen 18 Uhr in Mui Ne an. Hier checkten wir zunaechst in unser Hostel ein, bevor wir uns auf den Weg zum Backpacking Resort machten. Hier, so wussten wir, waren naemlich zwei Freundinnen, Nadine und Tete, aus Muenster untergekommen, die derzeit ebenfalls eine Suedostasientour machen. Hier muss man hinzufuegen, dass diese nur wussten, dass man sich treffen will, jedoch nicht, dass wir uns bereits in Mui Ne befanden. Auf Nachfrage im Resort wurde uns gesagt, dass sich Nadine und Tete noch auf einer Tour befinden. Als wir gerade das Resort verlassen wollten, um erstmal was zu essen, fuhr vor dem Resort ein Gelaendewagen vor. Und wer sass drin?! Natuerlich, Nadine und Tete!!
Also viel uns das Ueberraschen nicht mehr wirklich schwer. Nachdem Nadine und Tete ihren Pulsschlag wieder einigermassen unter Kontrolle hatten und sie sich mit der aus der Ueberraschung (ok, nennen wir es ERSCHRECKEN) resultierenden minimierten Lebenserwartung von zwei Jahren abgefunden haben, wurde erstmal gemeinsam ein Bierchen getrunken, bevor wir mit einer groesseren Gruppe von 11 Leuten ein Restaurant aufsuchten. Wir verbrachten einen geselligen Abend und landeten in noch zwei anderen Bars. Bevor es zu Bett ging, wurde noch ein naechtliches Bad im Meer genommen. Aus einem eigentlich nur kurzen Bad, wurde dann doch ein laengeres, da das Plankton hier anfing zu leuchten, sobald man das Wasser aufgewirbelt hat. Spass ohne Ende und ein Erlebnis, welches man wohl nie vergessen wird.
 

 
Am naeschten Tag gingen wir erst einmal gemeinsam fruehstuecken. Immerhin kosten solche Abende ja Baerenkreafte J
Der Tag versprach viel viel Sonne, sodass wir uns entschieden, diesen am Strand zu verbringen. Trotz ausreichender und wirklich toller Sonnencreme dank Ralfs Mama (Danke Helga!),  verbrannten wir uns der Reihe nach trotzdem. Der Lorenz macht hier also einen wirklich grandiosen Job. Christoph und Tete entschieden sich noch Jetski zu fahren. Das wiederum fuehrte zur Belustigung von Hans, Ralf und Nadine, weil Christoph, selbstlos wie er ist, Tete bei zu heftigen Fliegkraeften losliess und einen Abgang sondergleichen vom Jetski machte. Der Fakt an sich ist ja an sich nicht so schlimm. Schlimmer war dann nur, dass Tete keinmal einen Abgang gemacht hat. Aberwitzigerweise konnte sie sich doch halten. Wir glauben, dass Christoph einfach ein paar Muskeln zu wenig hat. Tja Christoph – hast du Freunde, brauchst du keine Feinde mehr J
 
Am Abend waren wir zunaechst wieder in Joey`s Bar. Eine sehr gemuetliche Bar, direkt am Strand, in der jeden Abend Livemusik gespielt wird. Anschliessend ging es dann wieder in weitere Bars, doch die Muedigkeit trieb uns zeitig in die Betten.
 
Da das Wetter am darauffolgenden Tag nicht mehr so mitspielen sollte, entschieden wir Kerle uns zu einer Halbtagestour, welche Nadine und Tete am Tag unserer Ankunft bereits erlebt haben. Nachdem wir alle gemeinsam zuneachst gefruehstuckt hatten, ging es fuer uns dann um halb zwei los, mit einem Jeep durch die Landschaft. Wir konnten den Red Canyon, den Fairy Stream, ein Fischerdorf, sowie die Red und White sanddunes anschauen. Bei den White Sanddunes konnten wir es dann doch wieder nicht sein lassen und mieteten uns Quads aus. Keine Angst -  nur ganz kleine Dinger mit 250ccm! Es klappte zunaechst alles wie am schnuerchen. Doch als Ralf dann ein wenig das Gefaelle unterschaetzte, musste es passieren. Ralf merkte gluecklicher Weise, dass das Quad nicht mehr stehen bleiben wird und sprang noch so gerade rechtzeitig ab. Unmittelbar danach rollte das ihm schon entgegen. Ausser dem nicht wirklich geringem Sachschaden am Quad, passierte gluecklicher Weise nichts anderes.
Aber man stellt immer wieder fest, dass man am Ende des Tages doch noch mal dem lieben Gott danken darf, dass alles so gut ausgeht.
 
Am Abend suchten wir dann zusammen mit den Maedels den vermeintlich besten Burgerladen Vietnams auf. Die Burger waren zwar nicht ueberragend, jedoch lecker genug, dass wir gleich jeder zwei davon bestellten. Nach einem ganzen Tag ohne Futter war das auch nicht anders moeglich. DIe Bedienung musste sich nochmal vergewissern ob wir denn wirklich zwei Runden Burger mit Pommes wollten und rief schnell ihre Chefin, die besser englisch sprach. Danach spielten wir noch eine Zeit lang ein Kartenspiel und machten uns auf in die Pogo Bar um unseren letzten gemeinsamen Abend gebuehrend zu feiern...
 
Erst wurde mit einigen Englaendern ein Trinkspiel gezockt.
Zu allem Ueberfluss hat Ralf in der Bar noch einen Bucket mit Rumcola gewonnen, der alle auf Trapp brachte.
 
Wir feierten bis 4 Uhr und konnten nur kurz die Augen von innen begucken, da der Bus nach Saigon uns bereits um 8 Uhr am Hostel abholte. Gepackt werden musste natuerlich auch noch, was die Nacht noch ein wenig verkuerzte! Nachdem wir uns von Nadine und Tete verabschiedet hatten ging es fuer Ralf das letzte Mal auf einen Horrorbustrip. Aber was solls. Das Wetter war nicht berauschend und so redeten wir uns die Busfahrt wieder ein wenig schoener. Um zwei Uhr kamen wir dann in der Metropole Saigon an. Wir wurden von einer Frau angesprochen, ob wir in ihrem Hostel unterkommen moechten. Da wir keine grosse Lust auf viel Lauferei und Stress hatten, nahmen wir das Angebot dankend an. Nachdem wir unser Gepaeck im Zimmer verstaut hatten, wollten wir noch schnell ein wenig von der Stadt mitnehmen. Wir besuchten das "War" Museum, welches den Krieg zwischen dem Norden und dem Sueden Vietnams dokumentiert und schrecklichste Bilder zeigt. Als Tagesprogrammpunkt nach der durchzechten Nacht war es auf jeden Fall verdammt harte Kost, doch dennoch empfehlenswert. Anschliessend verabschiedeten wir Ralf. Er liess sich mit einem Taxi zum Flughafen bringen und flog von dort zunaechst nach Bangkok, bevor es am naechsten Morgen zurueck ins (wie wir gehoert haben) kalte Deutschland ging.
Abends lernten wir im Hostel noch Wenke und Pia kennen. Die beiden kommen aus Koeln und wie der Zufall so will spielt Wenke mit einer Freundin von Christoph zusammen Handball in Koeln.  Wir gingen mit den beiden noch raus in die Stadt und assen in einem kleinen Restaurant zu Abend. Zurueck in der Bar wurde noch ein wenig geknobelt, bevor wir voellig zerstoert ins Bett fielen.

12.11.13 11:08, kommentieren

Werbung


Ein Bett im Reisfeld

Hoa erwartete uns um 11 Uhr  bereits sehnsuechtig im Restaurant. Der Name des Hostels ist uebrigens Hoa’s Place. Wir fruehstueckten zunaechst, ehe wir eine Tour auf den Marble Mountain antraten. Wir konnten es uns nicht nehmen lassen, die oberste Aussichtsplattform zu erklimmen und staunten ueber einen wurnderschoenen Ausblick, ueber die Stadt und das suedchinesische Meer.

 

Die vietnamesiche Sonne hat uns bei der Tour ordentlich verbrannt. Wir haben die Intensitaet der Sonne absolut unterschaetzt. Als wir wieder am Hostel ankamen unterhielten wir uns erst noch weiter mit Hoa. Wir assen zu Mittag und entschieden uns noch kurz einen kleinen Strandspass mitzunehmen, ehe wir uns in durch einen Hoa’s Bekannten nach Hoi An bringen liessen. Hier probierten wir uns noch kurz im Surfen, was jedoch nicht wirklich gut geklappt hat. Nach dem ein letztes Erinnerungsfoto mit Hoa und seiner Frau gemacht wurde, ging es dann weiter nach Hoi An.

 

Hoi An liegt ebenfalls an der Ostkueste Vietnams und ist in erster Linie bekannt fuer seine schoene Altstadt, sowie des dazugehoerigen Hafen der frueher ein wichtiger Umschlagsplatz fuer Gueter war. Hoi An ist im Vergleich zum Norden Vietnams oder Laos wesentlich touristischer gepraegt, hat jedoch einen ganz besonderen Charm und wurde juengst zum Weltkulturerbe gewaehlt. Der Ort besticht insbesondere zur Nachtzeit durch unzaehlige kleine Boutiquen und Cafes innerhalb von engen Gassen, die mit ihren wunderschoenen Beleuchtungen die Stadt hell erleuchten lassen.

 

Als wir gegen Nachmittag in der Stadt eintrafen, bezogen wir zunaechst unser Zimmer. Das Zimmer war im Vergleich zu unseren vorherigen Zimmern zwar verhaeltnismaessig teuer, jedoch aeussert luxerioes eingerichtet und besass ebenfalls einen Pool mitten in der Hotellobby. Nach einem kleinen Bad machten wir uns frisch und gingen in Richtung Hafen, wo wir unsere hungrigen Maegen mehr oder weniger fuellen konnten, da Vietnamesische Gerichte im Vergleich zu den anderen Laendern leider etwas kleiner ausfallen. Daraufhin machten wir uns auf die Suche der “Why Not Bar”. Diese wurde uns durch einen Neuseelaender empfohlen, den wir zuvor im Hoa’s Place kennengelernt hatten. Dort mussten wir dann direkt feststellen, dass der Abend wohl oder uebel keinen ruhigen Ausgang mehr finden wuerde. Fuer 100000 Dong (ca. 3,3 Euro) konnten wir den ganzen Abend frei trinken. Nunja, um es abzukuerzen, alle drei von uns haben es mit dem Alkohol uebertrieben. Dazu hatte sich dummerweise keiner von uns zuvor den Namen vom Hotel gemerkt, sodas wir (Hans und Ralf) zunaechst voellig orientierungslos durch die Stadt irrten. Auch eine waghalsige Mopedtour zu dritt mit einem ortskundigen Vietnamesen liessen uns dass Hotel einfach nicht wiederfinden. Erst als Hans den Geistesblitz hatte, den Hotelnamen mittels gespeicherter Wifi Verbindung zu erfragen, gelang es uns tatsaechlich heile im Hotel anzukommen. Christoph hingegen ist leider zwischenzeitlich verloren gegangen, sodas er auf eigene Faust den Rueckweg finden musste. Dieses gelang jedoch nicht wirklich, da er eine vermeintliche “Abkuerzung” durch ein Reisfeld waehlte. Zu allem Uebel verlor er hierbei seine Flip Flops, kam dann

jedoch zum Glueck mit einiger Verspaetung klitschnass dann auch heile im Hostel an.

 

Am naechsten Morgen bzw. Mittag entschlossen wir uns, zu dem nahegelegenen Strand Banh An zu fahren. Dies sollte mal wieder mit Rollern durchgeführt werden. Allerdings hatten wir keine Ahnung, wie man zu dem Strand finden konnte, also wurde schnell ein perfekter Plan geschmiedet. Auf dem Hinweg fuhren wir mit zwei Rollern a zwei Personen, wobei ein Roller von einem Typ vom Rollerverleih gefarhen wirde, der für die Kutschierung ein paar Donk bekam. So wussten wir den Weg und bestritten den Rückweg einfach zu dritt auf einem Roller. Zwar nach hiesisgem Gestz nicht ganz in Ordnung, aber anderersets auch nicht völlig ungewöhnlich. Er Strand war wunderschön. Wir schnappten uns schnell große Liegen mit Sonnenschirm, gingen in der relativ starken Brandung schwimmen und tranken kokusmilch aus Kokusnüssen. Christoph hatte nach einer Zeit die perfekte Idee, ein ihm bekanntes Geschicklichkeits Spiel zu spielen. Bei „Bite the stick“ wird ein Stock in den Sand gesteckt, den man, auf einem Bein stehend, mit dem Mund aus dem Boden ziehen muss. Gelingt das jedem, wird der Stock solange verkürzt, bis der erste aufgibt. Dieser darf dann von den anderen eingebuddelt werden. Ein riesen Spaß, vorallem, weil Christoph sich als nihct sonderlich gelenkig erwies, es aber Dank eines exorbitanten Ehrgeizes jedes Mal solange versuchte, bis es ihm irgendwann doch gelang. Völlig außer Kräften beugte er sich immer wieder herunter und wirkte dabei in etwa wie einSeehund, dem man die Flossen zusammengebunden hat. Tatsächlich schafften alle eine Stockänge von etwa 5cm. Dann mustte Christoph allem Ehrgeiz zum Trotz aber doch aufgeben und fand ein schönes Grab neben unseren Liegen. Das ganze Spektakel erfreute sich bei den übrigen Strandbesuchern großer Beliebtheit. Am meisten Begeistert zeigte sich die 31 jährige Kanadierin Erin, die gleich wissen wollte, ob es sich bei diesem Spiel um einen Deutschen Volkssport handelt. In ihrer Euphorie für bekloppte Strandspiele entwickelte sie eine neue Form sich mittels eines Spieles lächerlich zu machen: Coconutbowling. Beim Coconutbowling wird eine leere Kokusnuss mit Loch wie eine Bowlingkugel auf leere Flaschen geschleudert wobei je nach Entfernung verschieden viele Punkte erreicht werden können. An diesem Spiel hatten wir so viel Freude, dass wir es unter tosendem Applaus der umherstehenden Fischer bis Sonnenunergang spielten.


Am Abend zogen wir wieder in die Stadt los, kauften Christoph neue Flipflops und trafen zufällig Erin wieder. Sie und ihre zwei Bekannten aus England schlossen sich uns an. Da es der 31.10 war wollte Erin als gute Nordamerikanerin natürich Helloween feiern wollte, hatte sie auch schon die richtige allaround Verkleidung für alle im Gepäck: „I have a pen“! Dieser Edding, der so permanent war, dass er wohl eher den Namen Tatoonadel verdient hat, wurde dann genutzt um Christoph in einen Pirat mit Augenklappe, Hans in einen Heavy Metal Sänger und Ralf in eine süße Katze zu verwandeln. Danach gingen wir noch in ein paar Bars um Heloween zu feiern und versackten im Wild Wiesel. Verrückterweise schafften wir es in dieser Nacht allerdings nach Hause, auch wenn wir mal wieder am Hotel vorbei aus fast aus der Stadt hinaus liefen..

 

Den nächsten Tag verbrachten wir wieder am Strand. Dafür mieteten wir uns diesmal Fahrräder. Fahrräder sind hier tatsächlich ein beliebtes Fortbewegungsmitte, vorallem für Touristen und die Fahrt durch die Reisfelder ist totel schön. Unterwegs platzte zwar völlig ohne Vorwahnung Christophs Reifen, was wohl auf eine gewisse Überlast zurückzuführen sein muss, aber glücklicherweise befand sich wenige hundert Meter weiter ein Mopedreparaturshop, in dem ein Mann den Reifen professionell, jedoch mit einfachten Mitteln in weingen Minuten für etwa 60 cent reparierte. Glück gehabt! Am Strand angekommen schnappten wir uns schnell wieder Liegen und ließen uns Essen und Trinken an den Strand bringen. Für „Bite the stick“ und Coconutbowling waren wir heute aber zu faul.  Wir beobachteten mit Freude die kleinen Nusschalen, mit denen die Vietnamesen aufs Meer hinausfahren. Diese haben den namen Nussschale redlich verdient, denn diese Boote sind rund. Aus unerklährlichen Gründen schaffen es die Fischer aber tatsächlich mit nur einem Paddel auf dem Meer zu navgieren ohne sich die ganze Zeit im Kreis zu drehen.


Nach einer kleinen Shoppingtour holten wir Erin von Ihrem Hotel ab und gingen zusammen Essen. Da wir am nächsten Morgen früh raus mussten, fiel dieser Abend jedoch etwas ruhiger aus und nach ein paar Saigon Beer mit Gratis Rumcola machten wir uns auf den Weg zum Hotel. Am nächsten Morgen ging es dann auf zum Bahnhof und ab in den Zug, der uns nach Natrang brachte.

Zugfahren in Vietnem ist schon ein Erlebnis für sich. Abegesehn von der Teilweise atemberaubenden Landschaft, die man dabei durchquert, gibt es in so einem Zug selbst auch viel interessantes zu entdecken. Mülleiemr gibbet hier nich, die Vietnamesen werfen ihre Obst- und Fleischreste einfach auf den Boden. Dabei wird in den zwei flachbildschirmen, die jedes Abteil schmücken permanent asiatisches Trash-TV in nicht akzeptabler Lautstärke gezeigt. Noch witziger ist aber ein Ausflug in den Speisewagen. Hier sitzen dann etwa 10 Vietnamesen, trinken Bier und unterhalten sich in einer autstärke, als seien es 200! Nicht dass es nihct auch bei uns mal lauter werden kann, wenn ein Bierchen gezischt wird, aber hier äußert isch das so, dass komplett alle Leute gleichzeitig sprechen bzw schreien. Dabei waren selbst diese Saufbrüder jedoch im Gegensatz zu so manch einem Europäer unter Einfluss von Ethanol immernoch super freundlich, erkundigten sich nach unserer Herkunft, wollten Fotos mit Ralf machen und boten uns an, aus ihrem Bier mitzutrinken, was wir dankend ablehnten.

 

Da wir in Natrang wieder kein Hostel oder Hotel gebucht haben, liessen wir uns erstmal in einen bestimmten Stadtteil bringen, in dem laut Reisefuehrer am meisten los ist. Wir kamen direkt in einem Hotel, namens Mai Huy unter. Nachdem wir uns dank einer wunderbaren Dusche erstmal wieder frisch machten, musste im direkten Anschluss erstmal unser naechstes Grundbeduerfnis, den Hunger stillen. Uns lockte irgendwie der Strand und wir kamen in den Eingangsbereich des Sailing Clubs. Da es einfach wahnsinnig luxerioes war und Eintritt gefordert wurde, befanden wir uns gerade in der Ueberlegung, ob wir nicht auf der Strasse etwas essen und uns anschliessend auf ein paar Bierchen in den Club begeben. Ein gutbeobachtender Mitarbeiter schien die Situation zu erkennen und bat uns zunaechst in den Club. Schnell stellte sich heraus, dass er auch aus Deutschland ist, Christoph heisst und im Club arbeitet. Er ist dort als Operationmanager angestellt und leitet also das gesamte Ding. Wir kamen nicht mehr aus dem Staunen raus, da die Atmosphaere des Clubs einfach unschlagbar ist. Neben einer Feuershow, ist die Atmosphaere einfach so perfekt, dass es nur in Bildern beschrieben werden kann.

 

Wir bestellten uns gleich was zu essen und rasteten foermlich aus, als das Gericht in einer halben Ananas fuer jeden an den Tisch serviert wurde. Christoph kam immer wieder zu unserem Tisch und geizte nicht wirklich mit Freigetraenken. Da wir fuer den darauffolgenden Tag jedoch bereits im Hotel einen Tauchgang gebucht hatten, stand fuer uns fest, dass alles im Rahmen bleiben muss. Wir wurden wirklich warm mit Christoph und machten ein Treffen nach dem Tauchgang aus.

5.11.13 14:11, kommentieren