Singapool

Der Flug nach Singapur verlief ohne Probleme. Wir kamen am Mittwoch, den 13.11.2013 um 18:20 Uhr Ortszeit in Singapur an. Fuer die, die es nicht wissen -  wir besuchten in Singapur Marc und Michaela. Das suesse Paar ist seit 2012 verheiratet und lebt nun seit 4 Monaten in Singapur und das fuer ganze drei Jahre.  Marc wusste von unserem Besuch nichts. Wir hatten alles mit Michaela abgesprochen und sie hat uns ihre Adresse gegeben. Wir nahmen ein Taxi und liessen uns zu der Anschrift bringen. Natuerlich hatten wir Pech und haben den Berufsverkehr komplett mitgenommen, sodas wir eine ganze Zeit im Stau verbrachten.
Angekommen an der Wohnanlage von Marc und Michaela staunten wir erstmal nicht schlecht. Ein im Mai erst fertiggestellter Komplex mit riesigem Pool und eigenem Gym! Da Marc von unserem Besuch ja nicht wusste, hatte er fuer den Abend unserer Ankunft Karten fuer das Musical Starlight Express besorgt. Michaela hatte auf Grund dessen einen Wohnungsschluessel bei dem Guard, dem Sicherheitsmann der Anlage, fuer uns hinterlegen lassen. Alles klappte wie am schnuerchen. Wir fuhren, wie Michaela es beschrieben hatte mit dem Fahrstuhl in der richtigen Wohnanlage in den zweiten Stock, was in Deutschland uebrigens den ersten Stock darstellt. Aus dem Fahrstuhl ausgetreten, einmal links um die Ecke gehen – und da erwartete uns schon der erste gelbe Klebezettel mit den Worten “Herzlich Willkommen”. Wir waren angekommen. In der Wohnung staunten wir auch nicht schlecht. Uns erwartete ein eigenes Gaestezimmer, ein eigenes und wohl das im Urlaub beste Badezimmer, sowie ein Klebezettel auf dem Kuehlschrank, der uns auf Bier und Pizza im Kuehlschrank hinwies! BAAAAM!  Alle Beduerfnisse wurden also bestens befriedigt und wir duschten erstmal eine Runde, bevor wir uns es bei Bierchen auf der Couch im Wohnzimmer gemuetlich machten. Irgendwann kam dann eine Nachricht von Michaela “in 10 Minuten sind wir da!”. Wir ware uns nicht richtig einig, ob wir Marc bei seiner Ankunft auf die Schulter springen, oder ob wir einfach im dunkelen Wohnzimmer auf ihn warten. Wir entschieden uns fuer die zweite, also die sanftere Variante, da wir die naechsten Tage ja noch mit Marc und Michaela erleben wollten.  Und zack – da staunte Marc nicht schlecht. Wir tranken noch gemeinsam ein paar Bierchen und erhielten fuer den naechsten Tag viele super Tipps, welche Dinge wir besichtigen muessen und welche nicht. Man muss hier echt nochmal DANKE sagen. Wir hatten fuer Singapur echt nichts geplant und Marc und Michaela stellten uns noch Bus- und Bahnfahrkarten, sowie Stadtkarten, und ein Handy mit Singapurer Nummer zur Verfuegung. Also ein rund um Wohlfuehlprogramm. DANKE Marc und Michaela!

Anschliessend liessen wir Marc und Michaela dann auch schlafen, da die ja am naechsten Tag wieder zur Arbeit mussten. Wir legten uns auch ins Bett und schliefen erstmal schoen aus, bevor wir den Pool inspizierten. Der Pool war der hammer und eigentlich haetten wir uns kocker einen ganzen Tag darin aufhalten koennen. Aber Singapur wollte auch besichtigt warden und so entschlossen wir uns dann erstmal den botanischen Garten zu besichtigen. Singapur ist so schon extrem sauber, aber der botanische Garten, indem nicht mal Eintritt verlangt wird, zeigte uns noch einmal mehr, wie westlich Singapur doch angehaucht ist. Alles war kein Vergleich zu den vorherigen Laendern, in denen wir waren. Alles war super gepflegt und der Rasen wahrscheinlich mit einer Nagelschere geschnitten. Uns machte mal wieder die extreme hohe Luftfeuchtigkeit zu schaffen und so mussten wir einige Pausen einlegen. Zu dem besichtigten wir den Orchideengarten. 

Er ist der groesste auf der Welt und wirklich traumhaft schoen. Selbst wir haetten nicht gedacht, dass er uns eine Stunde fesseln kann, aber er hat es geschafft. Ein nicht zu unterschaetzender Vorteil hat er zudem, da er ein Kuehlhaus beinhaltet, in dem Orchideen aus kaelteren Gefilden gepflanzt sind. Die fanden wir komischer weise besonders schoen und interessant und unsere Klamotten konnten mal wieder etwas trockener werden!
 
Mittags besuchten wir Chinatown, einen buddhistischen und einen hinduistischen Tempel. Der buddhistische Tempel war auch wirklich schoen, aber Buddhas haben wir inzwischen so einige gesehen, sodass uns der Hindutempel mehr begeisterte. Die Anzahl der Kuehe in Form von Statuen sind nur abschaetzbar und nie im Leben zaehlbar. Ausserdem war der Duft von irgendwelchen Kraeutern staendig in unserer Nase, was aber eigentlich ganz wohltuend war.  Chinatown selbst ueberzeugte uns auch. Wir beobachteten einige Maenner, die sich auf einem Platz trafen und hier ein fuer uns unbekanntes Brettspiel zockten. Darueber hinaus assen wir an einem Strassenstand einen Fisch- und einen Krabbenspiess, bevor wir uns wieder mit Michaela und Marc trafen. Die hatten sich auch schon ein geniales Abendprogramm einfallen lassen. Wir assen, an einer fuer Lokals sehr bekannten Oertlichkeit. Es stehen einfach Plastikstuehle und Plastiktische auf der Strasse und zieren damit das Bild. Ueberall am Rand gibt es Essens- und Bierstaende. Man wird unmittelbar an den Tischen bedient und Marc orderte erstmal die dort ueblichen Fleischspiesse – ganze 40 Stueck! Dazu wurde noch ein Reis und ein Nudelgericht bestellt und wir mochten das Essen echt super gerne. Gerade die bei den Fleischspiessen gereichte Erdnusssosse schlug bei uns voll ein  und milderte zuletzt den Schaerfe, der etwas schaerferen, aber wirklich leckeren Nudeln. Anschliessend ging es dann zum Marina Bay Sands Hotel. Wer das Hotel nicht kennt, sollte sich mal kurz einen Ueberblick verschaffen. Dafuer hier der Link: http://www.marinabaysands.com/
Das besondere, was uns an diesem Abend erwartete, war eine wunderschoene Lichtershow. Das Hotel organisiert innerhalb der Woche immer um 21:30 Uhr eine Lichtershow, die ihres gleichen sucht. Ein Wahnsinn, den wir so noch nicht gesehen haben. Hier werden Nebelwaende erzeugt, auf die Bilder und Videos projeziert werden. Dazu ist das gesamte Flair einmalig. Aus dem unmittelbar anliegenden Museum wird das Wasser in allen Farben dieser Welt beleuchtet. Zudem sorgen zwei Seifenblasenmaschinen fuer ein weiteres Highlight, gerade fuer Kinder, wie wir es sind. 

 
Danach zeigten uns Marc und Michaela noch die “Gardens by the bay”, ein wirklich beeindruckender Garten, welcher aus 18 staehlender Baeume erichtet wurde. Die sind geschaetzt alle um die 70 Meter hoch und laden Geaste zu einem Restaurantbesuch hoch in den Baeumen ein.  Anschliessend fuhren wir wieder zur Wohnung von Marc und Michaela, wo wir wirklich erschoepft ins Bett fielen.
 
Den naechsten Morgen begangen wir wieder mit einer Runde Pool. Diesmal fixierte uns der im Pool integrierte Jakuzi leider etwas viel viel laenger, sodas wir erst um HALB ZWEI!!! los kamen! Wir duesten erst noch einmal nach Chinatown, da Marc uns den Tipp gab, hier Karten fuer den “Singapur Flyer”, das groesste Riesenrad der Welt zu kaufen, das diese dort komischerweise 13 Singapurdollar guenstiger verkauft werden.
Wir starteten mit dem Riesenrad und genossen die Aussicht ueber Singapur. Angekommen am hoechsten Punkt des Riesenrads, hat man eine Aussicht aus 165 Metern Hoehe!

Wir konnten die Formel 1 Rennstrecke sehen und erhielten einen fantastischen Ueberblick ueber Singapur. Die gesamte Fahrt dauerte eine halbe Stunde und war wirklich das Geld wert. Anschliessend fuhren wir mit dem Zug nach “Little India”. Hier besuchten wir das Mustafa-Center. Das ist ein Kaufhaus, welches 5 Stockwerke hat und ungefaehr doppelt so gross ist, wie der Saturn und Galeria Kaufhof in der Dortmunder Innenstadt. Das selbst ist ja nicht wirklich was besonderes. Das furchtbare hier ist, dass nichts nach Themen sortiert ist und die scheinbar keinen Lagerraum haben. Hier wird einfach alles in die Auslagen gestellt, was da ist. Ein Wust aus abertausenden Produkten. Und trotzdem witzig, wenn man nicht auf der Suche nach einem bestimmten Produkt ist.
Anschliessend schlenderten wir noch ein wenig durch Little India, bevor wir uns wieder mit unseren Gastgebern trafen. Wir assen in der wohl kitschigsten Gegend, die wir gesehen haben. Es handelt sich dabei um einen kleinen Marktplatz “Kerbau”. Dieser liegt zwischen zwei Strassen und besiedelt fest angebrachte Tische und Stuehle. Es gibt bei diversen Kiosken und Maerkten Essen und Getraenke zu kaufen. Wir assen, wie es fuer Inder typisch ist mit den Haenden. Eine ganz neue Entdeckung, die uns zugegebener Massen echt Spass gemacht hat.
Anschliessend ging es dann in das Nachtleben Singapurs! Wir kehrten erstmal in verschiedene Kneipen ein und freuten uns des Lebens. Leider ging es Michaela gesundheitlich nicht sooo gut, sodass sie vor uns die Rueckreise nach Hause angetreten hat. Marc hat uns dann in einen Schuppen gefuehrt in dem dem Anschein nach nur Stewardessen feierten. Ob KLM, Ethiad, Canadian Airlines, Emirates – alle waren vertreten und tanzten bei Livemusik miteinander. Ein wirklich sehr witziger Abend, der um halb sechs in einem Taxi enden sollte. Leider bekamen wir irgendwie noch ein wenig Hunger, sodass das Taxi durch den MC Drive fahren musste. Und jetzt kommt die Sauerei ueberhaupt! MC Donalds verkaufte zu der Zeit keine Burger mehr, sondern nur noch Fruehstueck! Was solls, dann halt Fruehstueck um halb sechs… 
Zuhause angekommen legten wir uns ins Bettchen, jedoch nicht all zu lange. Der Pool im Marina Bay Sands Hotel heisst Infinitypool und wartete auf uns. Normalerweise kommt man so nicht in den Pool. Dazu muss man Hotelgast sein und ein bestimmtes Poolbaendchen bekommen, was wir so niemals bekommen haetten. Hier sei dazu gesagt, dass es fuer jeden Tag andere Poolbaender, also in einer anderen Farbe gibt. An unserem Samstag wurden also pinke Eintrittsbaender gefordert. Ein Freund von Marc und Michaela hat jedoch kuriose Beziehungen geschmiedet und hatte daher zwei solcher Baender, die jedoch schon gefuehlte hundert mal genutzt wurden. Daher wollten wir auch unser Glueck versuchen, zogen uns nur die Badehosen ueber und duesten um halb elf bereits zu dem Hotel. Die Baender befestigten wir aeusserst professionell mit Tesa. Wir betraten das Hotel und fuhren mit einem Aufzug im Tower 3 in den 57ten Stock. Die Aussicht von ganz oben war bereits Atemberaubend, aber als wir uns gekonnt an dem Eintrittstypen vorbeigemogelt hatten, erwartete uns der Infinitypool. Wir kamen gar nicht mehr klar und mussten uns beherrschen keine Luftspruenge zu machen. Bei Towelconcierge, jai hr hoert richtig, besorgte Christoph erstmal Handtuecher und Eistee fuer lau. Danach ging es dann fuer uns in den Pool. Augenblicke, die wir definitive niemals vergessen werden. 

Marc und Michaela kamen dann um 14:15Uhr mit unseren Rucksaecken zum Hotel und verabschiedeten uns, da unser Weiterflug nach Phuket bereits um 17:00 Uhr anstand. Sie begleiteten uns bis zum Zug und versuchten sich anschliessend ebenfalls mit Erfolg in der Erkundung des Infinitypools!
Wir erreichten auf jedenfall puenktlich den Flughafen und alles verlief damit nach Plan! 

24.11.13 13:13, kommentieren

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Alles Roger in Kambodscha


Am naechsten Morgen nahmen wir dann den Bus, der uns nach Phnom Penh, Kambodscha brachte. Unterwegs erhielten wir das Visum on arrival, was ganz ohne Schmiergelder moeglich war! Angekommen in Phnom Penh hatten wir riesen Glueck mit unserer Hostelauswahl. Wir sind im 11 Happy Backpackers untergekommen. Das Hostel besticht durch die geniale Rooftopbar und hat uns gleich den Abendgestaltung geschenkt. Wir zockten zig runden Billiard.


Am Ende des Abends sollte es dann noch einmal zum Fluss gehen, der nur einen Katzensprung entfernt vom Hostel liegt. Wir speisten noch einmal in einem kleinen Restaurant und gingen dann zu Bett, da wir fuer den naechsten Morgen eigentlich eine Motorradtour nach Siem Reap auf eigene Faust angedacht hatten. Am Morgen sprachen wir dann mit Mitarbeitern vom Hostel, die alle samt meinten, dass der Trip zu gefaehrlich sei und man mit mindestens 10 Stunden Fahrt rechnen muss. Da wir jedoch ein eng gestricktes Zeitfenster haben, hatten wir uns dann gegen die Motorradtour entschieden. Wir verbrachten den Samstag also in Phnom Penh und besichtigten nachmittags die “Killingfields”. Geschichtlich bis aufs duerftigste zusammengefasst ging es dabei um Paul Pots Hirngespinnst. Paul Pots war der Leiter der "Roten Khmer", einer kommunistischen Guerillatruppe. Die Khmer ist die ethnische Herkunft der meisten Kambodschaner. Die Gruppe nannte sich die “Roten Khmer”, da die Farbe “rot” aus dem Kommunismus entnommen wurde.

Paul Pot nahm mit der Guerillatruppe im Jahre 1975 die Stadt Phnom Penh ein. Er wollte den landwirtschaftlichen Kommunismus durchbringen und das mit aller Gewalt. Aus diesem Grunde liess er alle scheinbar intelligenteren Menschen und Regimegegner umbringen. Er liess Lehrer, Studierte, Leute die eine Fremdsprache sprechen konnten, sowie Leute die eine Brille trugen und deren Kinder um. Das Paradoxe an dieser Sache ist dazu, dass Paul Pot selbst einige Jahre in Paris studiert hat! Andere Kinder wurden im Alter von 6 Jahren von ihren Muettern getrennt und mussten von nun an arbeiten. Die Killingsfields beschrieben die Mordstaetten dieser Zeit. Da Munition zu teuer war, um jeden einzeln zu erschiessen, erschlug man die Leute mit Bambusstaeben, Aexten und Hammern. Kleine Kinder brachte man haeufig um, in indem sie von den Waertern an den Beinen festgehalten wurden und mit dem Kopf gegen einen Baum geschlagen wurden. Dieser Baum steht heute noch dort und es geht einem be idem Anblick ein kalter Schauer ueber den Ruecken und absolutes Entsetzen macht sich breit.


Es gibt in ganz Kambodscha zig Killingfields. Immerhin hat Paul Pot, bis zu seiner Entmachtung durch die vietnamesische Armee bis 1979 drei der acht Millionen Kambodschaner umbringen lassen.

Auf dem von uns besichtigten Killingfields, wurden alle Koepfe in einer Stupa, einer Gedenkstaette ausgelegt, im Gedenken an die Toten. Die anderen kleineren Knochen, wie Rippen oder aehnliches blieben im Boden. Aus diesem Grund darf man in den Killingfields nur ueber bestimmte Wege laufen, da immer Knochen durch den Regen nach oben gespuelt warden. So auch dort zu sehen.

Nach der Besichtigung ging es ins S 21. Das ist eine alte Schule, die durch Paul Pots zum Gefaengnis umgebaut wurde. Hier wurden die scheinbar intelligenteren Leute so lange gefoltert, bis sie irgendwelche Taten gestanden oder sich aber als Regimegegner erklaerten, was letztendlich ihr Todesurteil war und sie zu den Killingfields abtransportiert wurden.

 

Nach dem wir bei unserer Ankunft wieder am Hostel ankamen entschieden wir uns, unserere inzwischen ganz gut wuchernde Haarpracht abschneiden zu lassen. So langweilig durfte das jedoch nicht von statten gehen. Hans durfte fuer Christoph einen Frisoersalon aussuchen und Christoph fuer Hans.

Christoph hatte sich fuer Hans gleich mal einen Frauenfrisoer ausgesucht. Die nette Kambodschanerin schnitt fleissig, und komplett ohne Haarschneidemaschine. Christoph biss sich doch sehr auf die Zunge, als sie ploetzlich anfing den Hansemann zu massieren. Nene, nicht Kopfmassage, Schultern und Gesicht inklu!! Was ein Mist. Genau das falsche Dingen ausgesucht. Als Hans dann fertig war kam sein Gluecksgriff. Ein Frisoersalon mit einem schwulen Frisoer, der bereits beim Eintreten in den Salon meinte, dass wir doch beide sehr “handsome” seien. Oh mein Gott! Bitte massiert der mich jetzt nicht, dachte sich Christoph. Schlussendlich machte er jedoch einen wirklich akzeptablen Job, ganz ohne massieren und gab uns noch einen Partylocationtip fuer den Abend. Es sollte in den “

Club Heart of Darkness” gehen. Der Frisoer meinte nur, dass wir so etwas noch nicht gesehen haetten. Ja, genau sowas suchen wir doch.

 

Nachdem wir uns im Hostel erstmal wieder frisch gemacht hatten, ging es dann schliesslich mit ein paar anderen Backpackern in den empfohlenen Club. Nach dem Betreten dachten wir zunaechst, dass an dem Samstag fuer die Frauenwelt Kambodschas eventuell ein Ausgehverbot herscht. Diese Vermutung wurde jedoch zunichte gemacht, als wir einen als Polizist verkleideten schwulen Kerl sahen. Auf der Flucht aus dem Club wurde Christoph dann noch von einem Typen angequatscht, ob er ihn besser kennenlernen duerfte, was dankend abgelehnt wurde.

Anschliessend gingen wir dann noch in einen weiteren Club, direkt um die Ecke. Und der hat sich gelohnt. Es hat echt richtig Spass gemacht zu feiern. Nach einer naechtlichen Staerkung mit Hamburgern, ging es dann zurueck ins Hostel. Wir liessen uns am naechsten Morgen dann wieder vom Bus abholen, der uns nach Siem Reap brachte. Dort ging es fuer uns dann in das Hostel International Siem Reap. Das Hostel war top. Es verfuegt ueber einen Whirlpool und ueber eine Terasse. Wir machten mit einem Tuktukfahrer gleich eine Tour nach Angkor Wat, der riesigsten Tempelanlage der Welt, klar. Uns schloss sich Emma an, eine Irin, die alleine reist. Abends ging es fuer uns dann natuerlich erstmal in den Whirlpool. Wir genossen die dreistuendige Happy Hour und liessen uns das Bier in den Pool bringen. Das war echt vom allerfeinsten. Wir wurden dann von einem Suedkoreaner angesprochen, der sich im Endeffekt als absoluten Tourleader herausstellte. Er motivierte insgesamt 15 Leute aus dem Hostel gemeinsam feiern zu gehen. Wir hatten schon angegeben, dass wir nur halbgas geben koennen, das die Angkortour auf uns wartete. Aber da war es dann passiert. Wir waren erst um halb drei im Hostel… Vorher genossen wir noch auf dem Markt, welcher natuerlich schon lange geschlossen war die Fischbecken, in dem man sich tagsueber fuer ein paar Dollar seine tote Haut von den Fuessen knabbern lassen kann. War auf jeden fall seeehr lustig!


Leicht verkatert, aber voll motiviert ging es dann am naechsten Tag mit dem Tuktuk los. Insgesamt war die Tour echt gigantisch. Die Tempel sind so atemberaubend gross! Lange, lange Gaenge, Baeume, die Teile der Tempel mit dem zeitlichen segnen und durch ihre ungeheuere Kraft die Tempel foermlich auseinander reissen und sich ueberall ihr Wege durchs Mauerwerk suchen. Und immer wieder sieht man die im lechtend orange gekleideten Moenche, die ihre Tempel ebenso besuchen, wie die Touristen.  Glueck mit dem Wetter hatten wir auch, sodass wir eigentlich durchgehend nass geschwitzt waren. Kein Grund fuer Christina, ein Maedel, welches wir in Laos, Vang Vieng, beim Tuben kennengelernt hatten und sie zufaellig am letzten Tempel in Angkor wiedertrafen uns nicht zu umarmen. Die Begegnung war schon wieder so ein Zufall, unglaublich.


Nachdem Christoph sich nochmal im Tuktukfahren beweisen durfte, ging es wieder zurueck zum Hostel. Erstmal wurde ein bisschen Schlaf nachgeholt, bevor wir  es uns wieder  in den Hostelwhirlpool gemuetlich machten.  

Am Abend ging es dann wieder mit der Hostetruppe raus in die Pubstreet. Die Pubstreet ist, wie der Name schon sagt, die Strasse, in der unzaehlige Bars und Cafes angesiedelt sind. Wir gingen von Anfang an in die Angkor Wat Bar. Die ist echt sehr cool gemacht. Uns stach in der Bar direkt eine Bardecke von der Firma Tigerbier ins Auge, die wir definitiv fuer unsere WG haben wollten. Schwupps, hatten wir den Leiter der Bar, einen Englaender kennengelernt. Er meinte, dass er uns so eine Decke schenkt, wenn wir zwei Buckets Whiskey Cola kaufen. Buckets sind leider keine 0,2 liter Glaeser, sondern Eimer…. Richtig, jeder bekam einen Eimer und viel mehr brauchten wir an dem Abend auch nicht, da in jedem der Eimer eine halbe Flasche Whiskey steckte. Was man nicht alles fuer die WG tut!

Wir tanzten noch die halbe Nacht, bevor wir in einer lebensmueden Fahrt auf einem Roller mit drei Leuten zurück zum Hotel rauschten. Der Fahrer fuhr für uns viel zu schnell und hatte dazu noch null Plan, wo unser Hostel war. Naja, ende vom Lied ist, das wir beide im Hostel wohl auf angekommen sind und fuer die gefuehlten 20 Minuten Fahrt einen US-Dollar gezahlt haben.

 

Am naechsten Morgen schliefen wir seit langer Zeit mal wieder aus. Mittags gingen wir erstmal ueber den oertlichen Markt und handelten mit den Verkäuferinnen, was das Zeug hält. Es war wirklich witzig, denn wenn man hart in den Verhandlungen blieb, wurde man erstmal mit Lobgesängen gebauchpinselt. Wenn man dann weiterhin hart blieb, war man dann irgendwann der blöde, hat das Zeug aber trotzdem zum gewünschten Preis bekommen. .Minus werden die wohl nicht an uns gemacht haben, weshalb wir damit ganz gut leben können! Wir aßen auf dem Markt auch noch zu Mittag. Übrigens, ganz nebenbei. Ihr wundert euch wahrscheinlich, wieso wir jetzt wieder Umlaute schreiben können. Haben Hans Notebook an einen Monitor angeschlossen. Nun liegt es leider an uns, dass wie die Umlaute nicht stringent nutzen, da man schon wieder an die andere Schriftweise gewöhnt ist. Da müsst ihr jetzt wohl mit klar kommen…

Am Abend sassen wir dann noch in der Lobby des Hostel. Wir assen hier ein letztes Mal zu Abend, bevor uns der Bus abholte. Mit dem Nachtbus ging es dann in Richtung Phnom Penh. Diese Nachtbus version bot zwar etwas mehr Beinfreiheit als der Bus, der Sleepig Bus den wir in Laos genutzt hatten, jedoch war es auch hier schwer möglich, auf den festeingestellten schrägen Sitzen eine angenehme Liegeposition zu finden. Zudem lies sich wieder einmal die die Lüftung nicht komplett ausschalten, sodass Christoph die ganze Nacht von einem leichten Luftzug ins Gesicht berieselt wurde. Nicht desto Trotz kamen wir ziemlich pünktich um 6 Uhr morgens am Busbahnhof an und liefen zum Hostel, wo wir unsere vorherigen age in Phnom Penh verbracht hatten, um uns dort auf der Dachterasse noch ein wenig auszuruhen. Tatsächlich verbrachten wir die komplette Zeit bis zum Abflug mit rumhängen, essen und Billard spielen auf der Dachterasse. Auch eine kleine Dusche gönnten wir uns, die längst überfällig war! Das Klima hier ist für uns Europäer einfach immernoch eine Herausforderung. Wenn man nicht gerade in einem Raum mit Klimaanlage oder direkt vor einem Ventilator hockt, hat man permanent einen beträchtlichen Schweißfilm auf jedem Zentimeter Haut und jedes T-Shirt möchte man nach spätestens 3h wieder wechseln. Gegen 12 Uhr schnappten wir uns dann ein Tuktuk und fuhren zum örtlichen Flughafen. Vom Flug selber bekamen wir allerdings nicht sonderlich viel mit, da uns nach Betreten der Maschine augenblicklich die Augen zuklappten.

19.11.13 05:47, kommentieren